Versteckte Gefahr an der Wand
Putz findest du fast in jedem Gebäude – ob als Untergrund für Farbe, Tapete oder Fliesen. Doch was viele nicht wissen: In älteren Gebäuden kann der Wandputz Asbest enthalten. Das wurde bis in die 1980er-Jahre hinein als Zusatzstoff verwendet – zum Beispiel um die Festigkeit zu erhöhen oder die Brandschutzeigenschaften zu verbessern. Die Folge: Bei Sanierungen oder Renovierungen kann durch Bohren, Schleifen oder Stemmen gefährlicher Asbeststaub freigesetzt werden.
Was ist Putz – und warum wurde Asbest verwendet?
Putz ist eine mineralische oder kunststoffgebundene Beschichtung, die im Innen- und Außenbereich von Gebäuden auf Wände und Decken aufgetragen wird. Er dient dem Schutz, der Glättung und der optischen Gestaltung von Oberflächen. In der Vergangenheit wurde Asbest bestimmten Putzarten beigemischt – insbesondere Strukturputzen, Spachtelmassen und Leichtputzen.
Der Grund: Asbestfasern machten den Putz:
- druck- und abriebfester
- beständiger gegen Hitze und Feuer
- weniger rissanfällig
Das Problem: Diese Fasern sind heute als eindeutig krebserregend eingestuft.
Wann ist Putz asbesthaltig?
Ein klarer Asbestnachweis ist ohne Labortest nicht möglich. Es gibt jedoch einige Indizien, die auf asbesthaltigen Putz hindeuten:
- Das Gebäude wurde vor 1994 gebaut oder saniert
- Verwendung von Strukturputz oder Spachtelmassen aus den 1960er bis 1980er Jahren
- Helle, graue oder leicht faserige Optik
Vor allem in Ostdeutschland wurde Asbest noch bis Anfang der 1990er-Jahre eingesetzt. Auch bei Sanierungen älterer Gebäude kann asbesthaltiger Putz unbemerkt wiederverwendet worden sein.
Warum ist Asbest in Putz gefährlich?
Asbesthaltiger Putz stellt besonders dann ein Risiko dar, wenn er beschädigt oder bearbeitet wird. Bei Sanierungsmaßnahmen wie:
- Bohren und Dübeln
- Schleifen, Stemmen oder Abklopfen
- Entfernen von Fliesen samt Untergrund
können Asbestfasern freigesetzt werden. Diese Fasern sind so fein, dass sie tief in die Lunge eindringen – mit möglichen Folgen wie:
- Asbestose
- Lungenkrebs
- Mesotheliom (eine seltene Krebsart des Brust- oder Bauchfells)
Besonders tückisch: Asbestkrankheiten treten oft erst Jahrzehnte nach dem Kontakt auf.
Welche Schutzmaßnahmen sind nötig?
Wenn der Verdacht besteht, dass der Putz Asbest enthalten könnte, solltest du Folgendes beachten:
- Keine eigenständige Entfernung ohne Analyse
- Probenentnahme für Labortest unter sicheren Bedingungen
- Tragen von Schutzkleidung (FFP3-Maske, Einwegoverall, Handschuhe)
- Bei Bestätigung: Beauftragung eines Fachbetriebs mit Asbestsachkunde (TRGS 519)
Wie finde ich heraus, ob Asbest enthalten ist?
Nur ein professioneller Test liefert dir Gewissheit. Mit dem Asbest-Testkit von empowerDX kannst du ganz einfach eine Materialprobe deines Putzes entnehmen – bequem und sicher zu Hause.
Das Kit enthält alles, was du brauchst: Anleitung, Schutzmaterialien, Versandbehälter. Die Probe wird in einem spezialisierten Labor ausgewertet – und du bekommst einen klaren Befund: asbesthaltig oder asbestfrei.
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Warum eine Analyse so wichtig ist
Du schützt mit einem Test nicht nur dich, sondern auch deine Familie, Nachbarn, Handwerker:innen oder Mieter:innen. Denn ohne Analyse kann es passieren, dass beim Umbau unbemerkt krebserregender Staub entsteht.
Außerdem ist die Analyse wichtig für:
- rechtssichere Sanierungsplanung
- Vermeidung illegaler Entsorgung
- die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z. B. TRGS 519)
FAQ: Häufige Fragen zu Asbest in Putz
❓ Kann ich asbesthaltigen Putz selbst entfernen?
💬 Nein – das ist laut Vorschrift (TRGS 519) nur Fachfirmen mit Asbestsachkunde erlaubt.
❓ Sieht man Asbest im Putz?
💬 Leider nicht zuverlässig. Auch optisch unauffälliger Putz kann Asbest enthalten.
❓ Ist Putz in jedem Altbau gefährlich?
💬 Nicht jeder alte Putz enthält Asbest – aber bei Gebäuden vor 1994 besteht grundsätzlich Verdacht.
❓ Wie lange dauert die Analyse?
💬 In der Regel erhältst du dein Ergebnis innerhalb von 3–7 Werktagen nach Probeneingang im Labor.
❓ Was kostet ein Asbest-Test?
💬 Das Testkit für Putz kostet ca. 134,9 €. Darin enthalten sind die Analyse, das Probenmaterial und der Ergebnisbericht. Zum Testkit →
Fazit & Empfehlung
Wenn dein Gebäude vor 1995 gebaut oder saniert wurde, solltest du Putzflächen bei geplanten Renovierungen immer hinterfragen. Ein unscheinbarer Wandputz kann Asbest enthalten – und zur Gesundheitsgefahr werden.
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Quellen
- LGL Bayern: Asbest in Gebäuden – Faserfreisetzung
- TRGS 519: Technische Regel für Gefahrstoffe – Asbest
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