Asbest in Baufatherm: Die unterschätzte Gefahr in Wänden, Decken und Brandschutz
Baufatherm klingt für viele wie ein harmloser Baustoff aus vergangenen Zeiten – tatsächlich steht der Name aber oft für ein ernstes Risiko: asbesthaltige Leichtbau- und Brandschutzplatten, die vor allem in der ehemaligen DDR verbreitet waren. Besonders tückisch: Baufatherm wurde häufig unsichtbar verbaut – hinter Verkleidungen, in abgehängten Decken, als Trennwand oder zur Ummantelung von Trägern und Installationen.
Solange solche Platten unbeschädigt sind, ist das Risiko oft geringer. Kritisch wird es aber bei Renovierungen, Rückbau, Leitungsverlegung oder Modernisierung: Schon das Bohren, Brechen, Sägen oder Abschrauben kann Asbestfasern freisetzen – unsichtbar, geruchlos und gesundheitlich hochgefährlich.
Wenn Du den Verdacht hast, dass Baufatherm in Deinem Gebäude steckt: Wir helfen Dir dabei, Klarheit zu bekommen – mit einer Laboranalyse, die Du unkompliziert über uns beauftragen kannst.
Was ist Baufatherm – und warum wurde Asbest verwendet?
Baufatherm ist eine Handelsbezeichnung, die im Kontext von Gebäudeschadstoffen häufig für anorganische Brandschutz- bzw. Leichtbauplatten genannt wird. Solche Platten wurden eingesetzt, um Bauteile feuerhemmend zu verkleiden, Räume zu trennen oder technische Installationen zu schützen. In vielen Fällen wurden diese Platten als schwach gebundene Asbestprodukte eingestuft – das bedeutet: Die Fasern können bei mechanischer Belastung vergleichsweise leicht freigesetzt werden. Genau das macht sie so problematisch.
Warum Asbest? Asbest war jahrzehntelang ein „Wunderfaser“-Zusatz im Bauwesen: hitzebeständig, reißfest, langlebig und chemisch sehr stabil. Diese Eigenschaften waren für Brandschutz- und Leichtbauplatten besonders attraktiv.
Typische Gründe für den Asbesteinsatz in Baufatherm-Platten:
- hohe Feuer- und Hitzebeständigkeit (Brandschutz)
- gute Dämm- und Isolationseigenschaften
- Formstabilität bei geringem Gewicht (Leichtbau)
- lange Haltbarkeit
Wo wurde Asbest in Baufatherm typischerweise verbaut?
Baufatherm-Platten wurden nicht nur in einem „klassischen“ Bauteil verwendet, sondern an vielen Stellen im Gebäude. Häufig waren sie Teil von Ausbauten, Sanierungen oder Systemkonstruktionen – oft so, dass Du sie heute erst bemerkst, wenn Du etwas öffnen oder verändern möchtest. In behördlichen und fachlichen Hinweisen werden asbesthaltige Leichtbauplatten (inkl. Baufatherm) unter anderem in folgenden Anwendungen genannt:
- Trennwände und Leichtbauwände (z. B. in Fluren, Kellern, Technikräumen)
- Decken- und Innenwandverkleidungen, oft in Plattenform in abgehängten Decken
- Ummantelungen von Stützen, Trägern oder Lüftungs- bzw. Installationsschächten (Brandschutz)
- Nasszellen / vorgefertigte Feuchträume (wegen Feuchtigkeitsbeständigkeit bestimmter Plattenkonstruktionen)
Zusätzlich taucht „Baufatherm“ auch im Kontext von Elektro-Speicherheizgeräten (umgangssprachlich Nachtspeicheröfen) als Dämm- oder Abschirmmaterial auf. Gerade dort kann das Material teils im Luftstrom sitzen – was das Risiko bei Eingriffen erhöht.
Wann ist Baufatherm asbesthaltig?
Die wichtigste Regel lautet: Ein sicherer Nachweis gelingt nur über eine Laboranalyse. Optik, Baujahr und Einbauort können Hinweise liefern – aber sie sind keine Garantie. Besonders in Gebäuden aus der DDR-Zeit bzw. aus dem Zeitraum, in dem asbesthaltige Leichtbauplatten verbreitet waren, sollte bei „Baufatherm“-Verdacht immer geprüft werden.
Typische Hinweise, die auf Asbest in Baufatherm hindeuten können:
- Gebäude (oder Innenausbau) aus einem Zeitraum, in dem asbesthaltige Leichtbauplatten verbreitet waren
- Platten in abgehängten Decken oder als Innenwandverkleidung, oft grau bis hell, teils faserig wirkend
- Brandschutzverkleidungen an Trägern, Schächten, Installationen
- Material, das beim Anritzen oder Brechen staubt und „kreidig“ wirkt (Achtung: nicht testen!)
- Bezeichnungen/Unterlagen, in denen Baufatherm explizit genannt wird
Wichtig: Bitte versuche nicht, das Material „durch Ankratzen“ zu identifizieren. Genau solche Handlungen können Fasern freisetzen. Wenn Du Klarheit willst, ist der sichere Weg eine kontrollierte Probenahme und Laboranalyse – dafür bekommst Du bei uns das passende Testkit: Asbest-Testkit (1%) →
Warum ist Asbest in Baufatherm besonders riskant?
Der zentrale Punkt ist die Produktklasse: Brandschutz- und Leichtbauplatten gehören in vielen Fällen zu schwach gebundenen Asbestprodukten. Bei solchen Materialien kann es bereits bei vergleichsweise geringer mechanischer Beanspruchung zu deutlich erhöhter Faserfreisetzung in die Raumluft kommen – etwa beim Brechen, Stoßen, Reiben oder Zerlegen.
Gefährlich wird es insbesondere bei:
- Bohrarbeiten (z. B. Dübel setzen, Lampen, Regale, Kabelkanäle)
- Rückbau/Abbruch (Trennwände entfernen, Decken öffnen, Verkleidungen demontieren)
- Sanierung von Installationsschächten, Lüftungskanälen, Brandschutzummantelungen
- unsachgemäßer Entsorgung (Bauschutt, Container, Transport ohne Verpackung)
Die gesundheitlichen Folgen sind ernst – und oft verzögert: Erkrankungen können Jahrzehnte nach der Exposition auftreten. Genannt werden unter anderem Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliome. Genau deshalb gilt: Bei Verdacht nicht „auf gut Glück“ arbeiten, sondern zuerst prüfen.
Welche Schutzmaßnahmen sind nötig, wenn Du Baufatherm vermutest?
Wenn Du nicht sicher bist, ob Du es mit asbesthaltigem Baufatherm zu tun hast, gilt eine einfache Priorität: Staub vermeiden, Material nicht beschädigen, erst analysieren – dann entscheiden.
- Keine Bearbeitung (nicht bohren, nicht sägen, nicht brechen, nicht schleifen)
- Bereich sichern (Kinder, Haustiere, ungeschützte Personen fernhalten)
- Keine „DIY-Entfernung“ bei Verdacht – vor allem nicht in Innenräumen
- Analyse durchführen, bevor Du Handwerker beauftragst oder selbst loslegst
- Bei Nachweis: Sanierung/Rückbau nur durch Fachfirmen mit Sachkunde nach den geltenden Regeln (z. B. TRGS 519)
Die TRGS 519 regelt in Deutschland den Umgang mit Asbest und stellt Anforderungen an Sachkunde, Schutzmaßnahmen und Arbeitsverfahren. Wenn Asbest im Spiel ist, ist das nicht „nice to have“, sondern Pflicht.
Wie finde ich heraus, ob meine Baufatherm-Platte Asbest enthält?
Die kurze Antwort: Nur eine Laboruntersuchung bringt Gewissheit. Genau dafür gibt es unser Testkit: Du kannst eine Probe entnehmen (ohne das Material großflächig zu beschädigen), sicher verpacken und im Labor analysieren lassen.
Mit dem Asbest-Testkit von empowerDX bekommst Du:
- ein vollständiges Testset zur Probenahme
- eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Laboranalyse auf Asbest bis 0,001%
- einen schriftlichen Ergebnisbericht (asbestfrei / asbesthaltig)
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Warum eine Analyse bei Asbest in Baufatherm so wichtig ist
Viele Sanierungen scheitern nicht an der Technik – sondern daran, dass Schadstoffe erst entdeckt werden, wenn bereits Staub entstanden ist. Gerade bei Leichtbau- und Brandschutzplatten wie Baufatherm ist das Risiko erhöht, weil die Faserfreisetzung bei unsachgemäßem Umgang schnell ansteigen kann.
Eine Laboranalyse bringt Dir konkrete Vorteile:
- Gesundheitsschutz: Du minimierst das Risiko einer Faserexposition für Dich und andere
- Planungssicherheit: Du weißt, ob Fachsanierung nötig ist oder nicht
- Rechtssicherheit: Du kannst Sanierung und Entsorgung regelkonform organisieren
- Kostenschutz: Du vermeidest teure Baustopps, wenn Asbest erst „spät“ auffällt
Wenn Du willst, gehst Du den sicheren Weg: Erst testen – dann handeln. Das passende Kit findest Du direkt bei uns: zum Testangebot →
FAQ: Häufige Fragen zu Asbest in Baufatherm
❓ Ist Baufatherm immer asbesthaltig?
💬 Nicht jedes Material, das umgangssprachlich „Baufatherm“ genannt wird, muss zwingend Asbest enthalten. In der Praxis wird Baufatherm jedoch häufig im Zusammenhang mit asbesthaltigen Leichtbau- und Brandschutzplatten geführt. Sicher ist es nur per Laboranalyse.
❓ Wo finde ich Baufatherm am häufigsten?
💬 Häufig in Innenausbauten: Trennwände, abgehängte Decken, Wandverkleidungen, Brandschutzummantelungen von Trägern/Schächten und teils in Feuchträumen.
❓ Darf ich bei Verdacht einfach bohren und „aufpassen, dass es nicht staubt“?
💬 Nein. Schon kleine Eingriffe können Fasern freisetzen. Wenn Asbest möglich ist, gilt: erst prüfen, dann arbeiten – und bei Nachweis nur nach den geltenden Regeln (z. B. TRGS 519) und mit Fachfirmen.
❓ Wie lange dauert die Auswertung meines Tests?
💬 In der Regel erhältst Du Dein Ergebnis 5-7 Werktage nach Probeneingang im Labor. Mit der Express-Variante in bis zu 3 Werktagen.
❓ Was kostet ein Asbest-Test?
💬 Den aktuellen Preis inklusive Laboranalyse und Ergebnisbericht findest Du direkt beim Produkt: Zum Asbest-Testkit →
❓ Ist Baufatherm ungefährlich, wenn ich nichts daran mache?
💬 Das Risiko ist oft geringer, solange das Material unbeschädigt bleibt. Kritisch wird es bei Renovierung, Rückbau oder Beschädigung – deshalb ist eine Prüfung vor Arbeiten so wichtig.
Fazit & Empfehlung: Asbest in Baufatherm lieber einmal sicher klären
Baufatherm ist ein typischer Kandidat, wenn es um asbesthaltige Leichtbau- und Brandschutzplatten geht – besonders in Gebäuden und Innenausbauten, in denen solche Materialien historisch verbreitet waren. Der entscheidende Punkt: Du siehst Asbest nicht, Du riechst ihn nicht – und Du merkst die Folgen oft erst Jahrzehnte später.
Unsere Empfehlung ist klar: Wenn Du Baufatherm vermutest oder unsicher bist, ob eine Platte asbesthaltig sein könnte, geh nicht ins Risiko. Kläre es sauber über eine Laboranalyse – schnell, unkompliziert und mit einem Ergebnis, auf das Du Dich verlassen kannst.
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Quellen
- LfU Bayern: Entsorgung asbesthaltiger Leichtbauplatten (u. a. Baufatherm)
- DGUV/IFA: Asbestkatalog (u. a. Baufatherm 77)
- DGUV: Gebundene Asbestprodukte in Gebäuden (Hinweise zu Brandschutzplatten / Baufatherm)
- BBSR: Gefahrstoff Asbest (Hinweise zu Baufatherm-/Sokalit-/Neptunit-Platten)
- LfU Bayern: Schadstoffratgeber Gebäuderückbau – Bauplatten (u. a. Baufatherm)
- Stadt Stuttgart: Merkblatt zur Asbestentsorgung (u. a. Baufatherm-Brandschutzplatten)
- Merkblatt: Asbest in Speicherheizgeräten (u. a. Baufatherm 77)
- Stiftung Warentest: Asbest – die versteckte Gefahr (u. a. Baufatherm-Leichtbauplatten)
Weitere asbesthaltige Materialien im Überblick
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