Versteckte Gefahr unter dem Dach und im Boden
Bitumen ist ein beliebter Werkstoff im Bauwesen – ob als Dachabdichtung, Dichtungsbahn oder Klebstoff. Doch was viele nicht wissen: Bis in die 1990er-Jahre wurden zahlreiche Bitumenprodukte mit Asbest versetzt. Besonders bei Sanierungen alter Dächer, Böden oder Abdichtungen kann das zur ernsten Gesundheitsgefahr werden. Denn bei der Bearbeitung asbesthaltiger Bitumenbahnen oder -kleber werden gefährliche Fasern freigesetzt – unsichtbar, aber hochgefährlich.
Was ist Bitumen – und warum wurde Asbest verwendet?
Bitumen ist ein schwarzes, zähflüssiges bis festes Material, das aus Erdöl gewonnen wird. Es besitzt hervorragende klebende, abdichtende und wasserabweisende Eigenschaften – und wird deshalb vielseitig im Bau eingesetzt, vor allem für:
- Dachabdichtungen (Dachpappen, Bitumenbahnen)
- Bodenkleber (z. B. unter PVC oder Parkett)
- Fugenmasse und Dichtstoffe
In vielen Fällen wurde Bitumen mit Asbestfasern vermischt, um die Produkte zu verstärken. Der Asbest sorgte für:
- höhere Hitzebeständigkeit
- mechanische Stabilität
- bessere Alterungsbeständigkeit
Besonders im Flachdachbereich war diese Kombination jahrzehntelang Standard – vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren.
Wann ist Bitumen asbesthaltig?
Ein klarer Nachweis ist nur durch eine Laboranalyse möglich. Es gibt aber typische Hinweise, die auf Asbest in Bitumenprodukten hindeuten können:
- Verwendung vor 1993 (Ostdeutschland) bzw. 1995 (gesamtdeutsch)
- Schwarze Dachpappen, teerhaltige Bitumenbahnen
- Altbauten mit PVC-Böden, die auf Bitumenkleber verlegt wurden
- Bitumenprodukte mit sichtbaren weißen oder grauen Fasern
Warum ist Asbest in Bitumen gefährlich?
Im eingebauten Zustand ist Asbest in Bitumen oft fest gebunden. Gefährlich wird es aber bei:
- mechanischer Bearbeitung (Schneiden, Sägen, Abkratzen, Schleifen)
- thermischer Belastung (z. B. bei Abflämmen alter Dachbahnen)
- Alterung und Versprödung der Materialien
Bei diesen Vorgängen können Asbestfasern freigesetzt und eingeatmet werden. Die Folgen sind teilweise erst Jahrzehnte später sichtbar:
- Asbestose (vernarbtes Lungengewebe)
- Lungenkrebs
- Mesotheliom (Krebs des Brust- oder Bauchfells)
Die Gefahr ist besonders groß, weil Betroffene die Fasern weder sehen noch riechen können.
Welche Schutzmaßnahmen sind nötig?
Wenn du vermutest, dass Bitumenmaterialien in deinem Haus Asbest enthalten, gilt:
- Kein Bohren, Schleifen oder Entfernen ohne Analyse
- Probenentnahme nur mit geeigneter Schutzausrüstung
- Bei Verdacht: Testkit verwenden und Laboranalyse durchführen
- Bei Nachweis: Nur Fachfirmen mit Asbestsachkunde beauftragen (TRGS 519)
Wichtig: Auch bei Entsorgung gelten strenge Vorschriften – asbesthaltiger Bauschutt darf nicht in den normalen Bauschuttcontainer!
Wie finde ich heraus, ob Bitumen asbesthaltig ist?
Nur eine Laboruntersuchung bringt Gewissheit. Mit dem Asbest-Testkit von empowerDX kannst du einfach selbst eine Probe entnehmen und sicher im Labor analysieren lassen.
Du erhältst:
- ein vollständiges Testset zur Probenahme
- eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
- eine fachkundige Auswertung deiner Probe
- ein schriftliches Ergebnis: asbestfrei oder asbesthaltig
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Warum eine Analyse so wichtig ist
Viele Hauseigentümer:innen und Sanierende unterschätzen die Gefahr, die von asbesthaltigem Bitumen ausgeht. Ein einziger Schnitt in eine alte Dachbahn kann ausreichen, um gefährliche Fasern freizusetzen. Wer hier ohne Analyse handelt, gefährdet sich und andere.
Die Vorteile einer professionellen Analyse:
- Rechtssicherheit bei Sanierungsmaßnahmen
- Vermeidung gesundheitlicher Risiken
- Sicherheit bei Entsorgung und Rückbau
- Schutz deiner Familie, Handwerker:innen oder Mieter:innen
FAQ: Häufige Fragen zu Asbest in Bitumen
❓ Ist jedes Bitumenprodukt aus den 70ern oder 80ern asbesthaltig?
💬 Nicht jedes – aber viele. Ein Test ist bei Unsicherheit immer ratsam.
❓ Kann ich alten Dachpappenschichten selbst entfernen?
💬 Nein, nicht ohne Analyse. Bei Asbestverdacht ist das nur durch Fachfirmen erlaubt.
❓ Wie lange dauert die Auswertung meines Tests?
💬 In der Regel 5–7 Werktage nach Probeneingang im Labor. Mit der optionalen Express-Variante erhältst du dein Ergebnis sogar schon in nur 3 Werktagen.
❓ Was kostet der Asbest-Test?
💬 Das Testkit kostet ca. 134,9 € inkl. Laboranalyse und Ergebnisbericht. Zum Testkit →
❓ Ist Bitumen gefährlich, wenn es nicht beschädigt wird?
💬 Im eingebauten Zustand ist das Risiko gering – es steigt aber stark bei mechanischer Bearbeitung.
Fazit & Empfehlung
Bitumen ist in vielen älteren Gebäuden verbaut – ob auf dem Dach, unter dem Boden oder in Abdichtungen. Wurde es vor 1995 eingesetzt, besteht Asbestverdacht. Vor allem bei Renovierungen oder Abbrucharbeiten sollte kein Risiko eingegangen werden.
Mit dem empowerDX-Testkit kannst du schnell, sicher und unkompliziert klären, ob dein Material betroffen ist. So schützt du dich und andere – und kannst Sanierungen verantwortungsvoll planen.
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Quellen
- TRGS 519: Technische Regel für Gefahrstoffe – Asbest
- Abfallratgeber Bayern: Entsorgung von Dachpappen
- Gebäudeschadstoffe-Wiki: Asbest in Bitumenbahnen
- LfU Bayern: Asbesthaltige Dachbahnen – Hinweise zur Entsorgung
- Dach.live: Problemfall – Entsorgung von Asbest in Bitumen
- REMONDIS Entsorgung: Bitumen- und Dachpappen korrekt entsorgen
- Summit Environmental UK: Does Bitumen Sarking Felt Contain Asbestos?
- CDRA (USA): Environmental Issues Associated With Asphalt Shingle Recycling

